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ABS bei Motorrädern – Der ADAC fordert die Serienausstattung

21. Mai 2012 Keine Kommentare
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cc by opencage.info

Das von der Firma Bosch 1978 entwickelte Antiblockiersystem (ABS) ist aufgrund einer Selbstverpflichtung des Dachverbands der europäischen Automobilhersteller seit Mitte 2004 Standard bei allen innerhalb Europas verkauften Pkw. Doch bei Motorrädern wurden ABS bisher eher selten eingebaut: Nach Angaben von Bosch sind 2016 nur 16 % der neu produzierten Motorräder hiermit ausgerüstet worden.

Der ADAC fordert, dass die Verpflichtung zum Einbau von ABS bei Motorrädern kurzfristig umgesetzt wird. Nach einer eigenen Erhebung des Clubs hätte mehr als ein Fünftel der Motorradunfälle verhindert werden können, wenn die Fahrzeuge mit diesem Sicherheitsmerkmal ausgerüstet gewesen wären. Nach seinen Angaben könnten mit der Einführung von ABS in Deutschland jährlich 160 Verkehrstote gerettet und am Beispiel des Jahres 2009 6.900 Unfälle mit Verletzten vermieden werden.
Das System, das bei Motorrädern gemäß StraĂźenverkehrs-Zulassungsordnung als „Automatischer Blockierverhinderer“ (ABV) bezeichnet wird, sollte nach den Vorstellungen des ADAC bereits ab dem Jahr 2015 verpflichtend eingefĂĽhrt werden. Bislang plant die EU die EinfĂĽhrung erst ab dem Jahr 2017 und beschränkt sich hier auf die Motorräder, die ĂĽber einen Hubraum von mehr als 125 ccm verfĂĽgen.

Doch die Akzeptanz ist unter den Motorradfahrern eher gering: Viele fĂĽhlen sich durch diese Bremshilfe bevormundet und wollen am puristischen Fahren festhalten, anderen ist der Preis bislang zu hoch.
Die aktuellen ABS/ABV schlagen beim Kauf eines neuen Motorrads mit etwa 500-1.000 Euro Aufpreis zu Buche. Nach Angaben von Bosch wird der Preis erst dann sinken, wenn es den Herstellern gelungen ist, die aktuellen Versionen weiter zu verkleinern. Die derzeit von Bosch produzierte neunte Generation ihrer drei ABV-Modelle hat ein Gewicht von 700 Gramm sowie ein Volumen von 0,4 Litern. In dieser Größenordnung können die Bremshilfen problemlos in neue Fahrzeuge integriert werden, das Nachrüsten ist jedoch häufiger schwierig und wird vor allem von den meist jugendlichen Eigentümern kleiner Motorräder aus Kostengründen abgelehnt.

Der ADAC empfiehlt allen Motorradfahrern, das Bremsen mit ABS/ABV in speziell durchgefĂĽhrten Fahrkursen zu ĂĽben, um seine Vorteile optimal auszunutzen.

Moto Guzzi Motorräder

29. Dezember 2010 Keine Kommentare
MOTO GUZZI Breva V 1100 300x178 Moto Guzzi Motorräder

MOTO GUZZI Breva V 1100

Die Geschichte der Motorradmarke Moto Guzzi

Die Aktiengesellschaft Moto Guzzi wurde am 15.3.1921 vom Heeresflieger Giorgio Parodi und seinem Freund Carlo Guzzi, einem Flugzeugtechniker, in Genua gegrĂĽndet. Finanzielle UnterstĂĽtzung erhielten sie dabei von Giorgios Vater Emanuele. Als Firmensymbol wird, aufgrund der engen Verbundenheit der beiden GrĂĽnder mit Flugzeugen und als Andenken an ihren im Ersten Weltkrieg abgestĂĽrzten Freund, ein Adler mit ausgebreiteten Schwingen verwendet.

Das erste gebaute Motorrad war der Prototyp der G.P. (Guzzi.Parodi), welche im Gründungsjahr in etwas abgewandelter Version bereits unter dem Namen „Normale“ produziert wurde. Weitere Modelle folgten und so hatte man im Jahre 1925 bereits eine Mitarbeiterschaft von 300 Mann und baute 1200 Motorräder im Werk von Mandello del Lario.

Im Jahre 1934 war man dann endlich der größte Motorrad Hersteller in Italien, auch durch den zunehmenden Bekanntheitsgrad wegen der Beteiligung am Rennsport.
Ein Meilenstein der Technik, war die Entwicklung des 90° V-Zweizylinder Motors mit längsliegender Kurbelwelle, welche einen tiefen Schwerpunkt ermöglicht. Noch heute findet sich diese Technik in den Moto Guzzi Motorrädern. Man erkennt die Motorräder sofort an den V-förmigen Zylinderköpfen die seitlich aus dem Motorrad ragen.

Im Jahre 2004 wird Moto Guzzi schließlich von der Piaggio Gruppe übernommen und gehört seitdem um italienischen Motorradpool. Produziert wird weiterhin in Mandello del Lario, nur das Werk ist mittlerweile saniert worden. Heute gebaute Motorräder, reichen vom V7 Classic Bike im Retrolook über die 1200 Sport Naked Bike, bis hin zur MGS-01 Racing Maschine. Auf jeden Fall verbinden die heutigen Moto Guzzi Motorräder den klassichen italienischen Charme der Marke gepaart mit innovativer Technik und Design – und natürlich mit dem obligatorischen V- förmigen Motor.

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