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Der Junge und sein Atom

Das Unternehmen IBM hat nun einen Kurzfilm veröffentlicht, den wie sie sagen „kleinsten Film der Welt“. Auch im Guinessbuch der Rekorde ist diese Eigenschaft eingetragen. Er wurde weder mit Schauspielern gedreht, noch wurde er, wie man bei IBM meinen könnte, durch Computeranimationen erzeugt. Nein, er wurde aus Atomen gedreht.

Sicher kennen viele das Stop-Motion Prinzip der Legofilme und einige haben es auch schon einmal selbst probiert. Man bewegt die Figur, knipst ein Foto und bewegt sie ein Stück weiter. IBM hat nun die dritte Ausbaustufe des Daumenkinoprinzips der Öffentlichkeit präsentiert. Ziel ist die Demonstration ihrer Fähigkeit, einzelne Atome gezielt und kontrolliert zu bewegen und diese dabei unter einem entsprechenden Mikroskop zu filmen. Dabei war der Dreh durchaus eine Herausforderung. Die Atome mussten bewegt, an ihrer Position gestoppt und anschließend durch das Rastertunnelmikroskop eine 100 Millionen-Fach vergrößerte Aufnahme erstellt werden. Es wurden keinerlei Bewegungen aufgenommen.
Tatsächlich soll diese Technologie in absehbarer Zukunft der Datenspeicherung dienen. Bisher brauchte 1 Bit zur Datenspeicherung ca. 1 Millionen Atome auf den uns zur Verfügung stehenden Datenträgern, mit dieser Technologie sind es nur noch derer 12. Auf diese Weise wird die maximale Speicherkapazität eines CD-ähnlichen Mediums mit gleichem Durchmesser um ein vielfaches erhöht.


Grafisch wird der Film vermutlich so einige PC-Spiele Nostalgiker an die gute alte Zeit erinnern, als man noch selbst nachzählen konnte, ob das Spiel auch wirklich die versprochene Pixelzahl liefert. Anschauen kann man sich beispielsweise unter folgendem Link, wie der kleine Junge mit seinem Atom spielt und ein wenig Sport treibt: Basketball, Tischtennis, Trampolin…

Eine coole Infografik über Atome könnt Ihr Euch übrigens hier ansehen.

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