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Der neue 5-Euro-Schein: Noch flacher als ein Flatscreen

Seit dem 2. Mai ist der neue 5-Euro-Schein nun im Umlauf. Zeit, fand die Europäische Zentralbank, ihn einmal der Öffentlichkeit auf eine anderen Art zu präsentieren. Im Stil einer viralen Medienkampagne laufen nun kleine Werbespots.


Einer davon zeigt eine Businessfrau in einem Elektronikmarkt auf Pirsch. Ein neuer Flachbildschirm soll es sein. Der Fachberater ist im Gespräch vertieft, scheint die Vorteile des neuen Geräts zu erläutern, wird dann allerdings kurz abgelenkt, um einem anderen Kunden zu helfen. Nun schlägt die Stunde der Kundin. Da wird der Flachbildschirm gründlich inspiziert, mit einer Faszination betastet, die ein wenig an Gollum aus dem Herrn der Ringe erinnert, der Fernseher wird hoch gehoben, gedreht, gewendet, bis das Kabel aus der Halterung zu reißen droht. Der rosa Pudel, der im Fernseher zu sehen ist, bleibt davon erstaunlicherweise gänzlich unbeeindruckt.
Der Verkaufsberater und die anderen Kunden beobachten das Schauspiel mit offenem Mund und offenen Augen, bis der Frau schließlich mit einem Kopfschütteln das Gerät aus der Hand genommen wird. Sie zieht verzückt von dannen.

„Wenn alles so leicht zu prüfen wäre wie der neue Fünf-Euro-Schein“, will uns die Europäische Zentralbank mit diesem Werbespot sagen. Selbstverständlich wird man etwas komisch angeschaut, wenn man einen Fernseher auf die gleiche Art untersucht, auf die man sich auch einmal seine neuen Geldscheine anschauen sollte. Denn wenn es bei einem Flachbildschirm für jeden offensichtlich sein mag, dass dort einiges an Technik und durchaus auch an Ästhetik stecken, ist das bei einem unscheinbaren Alltagsgegenstand nicht so leicht zu ersehen. Da kann ein Anstoß in Form eines Werbespots helfen.

Dabei stecken im neuen 5-Euro-Schein einiges an technischer Raffinesse und Ästhetik. Er verfügt über eine glatte Oberfläche, da er mit einem speziellen Schutzlack überzogen ist. Hat das bekannte Wasserzeichen am Rand des Scheins, sowie in Hologramm-Porträt. Beide zeigen die holde Europa aus der griechischen Mythologie, der von Zeus nachgestellt wurde. Zeus verwandelte die junge Frau, der Legende nach, in einen Stier, um sie vor den Augen seiner eifersüchtigen und bekannt zankhaften Ehefrau zu verstecken.
Die Ziffer auf dem Schein verändert ihre Farbe von smaragdgrün in ein tiefes Blau, wenn man ihn kippt. Weitere Sicherheitsmerkmale sind ein fühlbares Relief, das man mit den Fingerkuppen ertasten kann, und ein beschrifteter Sicherheitsfaden.
Acht Gramm wiegt der Schein, weniger mehr als sein Vorgänger.

In Zeiten der Krise scheint eine Vertrauenskampagne in den Euro wichtiger als je zuvor, wenn es bei dieser Kampagne auch nur um die tatsächliche Banknote und nicht um das Währungssystem geht.

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